14Mrz 2021

Bei der Palliativpflege handelt es sich um eine Begleitung auf dem letzten Weg eines Menschen. Sie beginnt da, wo die Lebenserhaltung nicht mehr im Vordergrund steht. In der Palliativpflege geht es stattdessen um die Lebensqualität, um die Versorgung und die Begleitung von schwer kranken Menschen. Die Menschen werden in der letzten Phase ihres Lebens begleitet und nicht alleine gelassen.

Das Ziel der Palliativpflege

Diese Art der Pflege hat das Ziel, den letzten Abschnitt des Lebens so angenehm wie irgend möglich zu gestalten. Neben der Begleitung der Sterbenden werden auch die Angehörigen unterstützt und betreut. Hier greifen Medizin und Pflege ineinander. Wichtig ist vor allem eine angemessene Schmerztherapie. Diese soll Leiden vermeiden.
Darüber hinaus soll versucht werden, mit dem Gesundheitszustand im Alltag zu bestehen und die letzte Zeit in Würde und ohne Schmerzen zu überstehen.
Auch nach dem Tod des Patienten geht die Arbeit noch weiter. Denn es verbleiben die Angehörigen. Diese werden in der folgenden Zeit und in ihrer Trauerphase begleitet und betreut.

Palliative Versorgung steht jedem Menschen zu. Jeder hat ein Recht darauf, egal, wo der Sterbende seine letzte Zeit verbringen will. Ob im Pflegeheim, im Krankenhaus, in einem Hospiz oder auch zuhause – die palliative Versorgung kann überall erfolgen.

Dabei werden die Kosten für die Pflege komplett übernommen. Sie ist für die Versicherten kostenfrei. 95 % der Kosten werden von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen, die restlichen 5 % übernimmt der Hospizdienst. Dieser finanziert sich durch Spenden und ehrenamtliche Hilfe.
Auch für die Angehörigen ist die Beratung kostenfrei.

Pflege zu Hause

Die letzten Tage möchten die meisten Menschen im eigenen zu Hause verbringen. Daher hat jeder Todkranke einen Anspruch darauf, in den eigenen vier Wänden palliative Pflege zu erhalten. Dabei werden die Patienten oft von den Angehörigen gepflegt. Es gibt allerdings die Möglichkeit der Unterstützung durch ambulante Pflegedienst mit Palliativausbildung. Es gibt auch sogenannte „Palliative-Care-Teams“, die ambulant helfen. Die Teams bestehen aus Ärzten, Sozialarbeitern, Therapeuten, Krankenpflegern, Seelsorgern und ehrenamtlichen Helfern.

Pflege im Heim

Das Anbieten der palliativen Pflege ist von Heim zu Heim unterschiedlich. Durch die Pflegereform sind die meisten Heime in diesem Bereich allerdings gut ausgestattet. Das eigene Personal wurde mit Zusatzausbildungen geschult und meistens können noch Fachkräfte hinzugezogen werden. Die palliative Pflege wird in Heimen und Krankenhäusern ständig ausgebaut.

Pflege im Hospiz

Ein Hospiz nimmt insofern eine besondere Stellung ein, als dass hier eine Spezialisierung auf todkranke Menschen stattfindet. Es geht dabei nicht nur um eine medizinische Betreuung. Auch die psychische oder spirituelle Begleitung ist von großer Bedeutung.
Im Hospiz wird auch für die Angehörigen der Patienten gesorgt. Neben einer stationären Ambulanz, gibt es auch die möglich von ambulanten Diensten verbunden mit einer Pflege zu Hause.
Hospize unterscheiden sich stark von Krankenhäusern oder Pflegeheimen. Es geht in Hospizen nicht mehr darum zu heilen. Es wird auch nicht versucht, das Leben künstlich zu verlängern. Stattdessen soll hier die Lebensqualität auch im letzten Lebensabschnitt so lange wie möglich erhalten werden. Im Hospiz findet eine individuelle Beratung und Betreuung von jedem einzelnen Patienten statt, wobei das persönliche Wohlbefinden über allem steht.

Palliativpflege
Palliativpflege steht für Betreuung und Begleitung von schwer kranken Menschen während ihrer letzten Lebensphase. Die palliative Pflege ist darauf beschränkt, die Symptome und Schmerzen der Patienten zu lindern und nach Möglichkeit die Lebensqualität der Betroffenen so weit wie möglich zu erhalten bzw. zu verbessern.
Pflegeheim
Ein Pflegeheim ist eine Einrichtung, in der pflegebedürftige Menschen voll- oder teilstationär untergebracht und von professionellen Fachkräften versorgt und betreut werden. In vollstationären Einrichtungen erfolgt in der Regel eine dauerhafte Unterbringung, in einigen Einrichtungen wird auch zeitlich befristete Unterbringung angeboten.

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